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Freitag, 20. Februar 2015

Töchter des Mondes: Schicksalsschwestern (3) ~ Jessica Spotswood

Autor: Jessica Spotswood
Verlag: Egmont INK
Seiten: 384
Ausgabe: 15.01.15
ISBN: 9783863960261
kaufen: thalia.de ~ buecher.de


Es ist keine leichte Zeit für Cate: Durch ihre Schwester Maura hat sie gerade ihren Verlobten Finn verloren und die Hexen werden von der Bruderschaft schlimmer gejagt denn je. Währenddessen verbreitet sich ein ein gefährliches Fieber in der Stadt, welches droht, das Flussviertel und die vielen Menschen, die darin leben, zu vernichten.
Geplagt von ihrer Sehnsucht nach Finn und der Sorge um ihre Familie schließt sich Cate einer geheimen Widerstandsbewegung an, deren Ziel es ist, die uneingeschränkte Macht der Bruderschaft einzudämmen. Doch sogar innerhalb der Schwesternschaft lauern Gefahren und Cate muss aufpassen, wem sie ihr Vertrauen schenkt. Ist nun etwa die Zeit gekommen, dass sich die alte Prophezeiung über die Cahill-Schwestern erfüllt?


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Erster Satz: "Brenna tanzt die Marmorstufen zur Eingangstür hinauf, und ich folge ihr."

Endlich ist er da - der dritte und letzte Band der "Töchter des Mondes"-Reihe. Von den ersten beiden Büchern war ich extrem positiv überrascht und somit hatte ich ziemlich hohe Erwartungen an Band 3... die auch erfüllt wurden.

Es gibt keine Buchreihe, deren Cliffhanger mein Herz derart gebrochen haben, wie "Töchter des Mondes". Sowohl Band 1 als auch Band 2 rammten mir in letzter Sekunde doch noch das Messer in den Rücken, gerade in dem Moment, in dem man denkt, es wird alles gut. Aber zum dritten Band:
"Schicksalsschwestern" holt den Leser genau da wieder ab, wo der zweite Teil ihn verlassen hat und man startet mit den gleichen gemischten Gefühlen (Hass, Trauer, Wut, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit? ;) ) in die Fortsetzung.

Cate hat in "Schicksalsschwestern" mit viel mehr zu kämpfen als in den Vorgängerbänden. Öffentliche Hexenhinrichtungen werden wieder eingeführt und ein schreckliches Fieber verbreitet sich unter der Bevölkerung, wofür die Hexen verantwortlich gemacht werden. Kurzum: Die Schwesternschaft, der neben Cate und ihren beiden Schwestern Maura und Tess noch viele andere Hexen angehören, lebt gefährlicher als je zuvor.
Doch auch andere Geschehnisse machen es für Cate zur Herausforderung, ihre beiden Schwestern zu beschützen. Seit Maura Finn's Gedächtnis an Cate gelöscht hat und diese ihr das nicht verzeihen kann, wendet sich Maura immer mehr den Anführern der Schwesternschaft zu und merkt dabei gar nicht, wie sehr sie von ihnen manipuliert wird. Tess dagegen wird von schrecklichen Albträumen und Visionen heimgesucht und letztendlich entfernen sich die drei Schwestern immer weiter voneinander. Ist es möglich, dass sich die Prophezeiung, wonach eine der drei Schwestern eine andere tötet, tatsächlich erfüllt?
Für Cate beginnt eine schwere Zeit voller Sorge, Intrigen und dem Kampf, den Menschen, die sie liebt, eine friedliche Zukunft zu ermöglichen.

Während Cate sich nicht viel verändert, verwandeln sich Maura und Tess in diesem Buch extrem. Ihre Charaktere werden viel facettenreicher und man merkt, dass sie selbst älter werden und eigene, folgenschwere Entscheidungen über ihre Zukunft treffen. Auch die Prophezeiung macht ihnen immer mehr zu schaffen, denn sie wissen, dass auch diese sich irgendwann erfüllen wird. Wie das geschieht, hat allerdings für einen ziemlichen Überraschungsmoment bei mir gesorgt.

Finn hat zwar keine Erinnerung mehr an seine Liebe zu Cate, aber er weiß, dass ihm etwas fehlt. Da die beiden nicht immer nur eine Liebesbeziehung verbunden hat, wendet er sich deshalb ratlos als Freund an sie - und bringt sie in ziemliche Erklärungsnot. Die beiden nähern sich auf eine süße Weise langsam wieder an und als Leser darf man miterleben, wie sie sich erneut ineinander verlieben.

"Töchter des Mondes" hat es auch im Finalband wieder einmal geschafft, mich ans Buch zu fesseln, aber nicht nur durch Spannung, sondern durch die Gefühle, die durch die Handlung hervorgerufen werden. Man fiebert mit Cate mit, spürt ihre Verzweiflung und Liebe zu Finn und ihrer Familie. Das ist es letztendlich auch, was das Buch am Leben hält und ihm den Charme verleiht, der es ausmacht. Meine hohen Erwartungen wurden absolut erfüllt.


"Schicksalsschwestern" ist der Abschluss einer zauberhaften Trilogie, die durch eine spannende Handlung mit vielen magischen Momenten, Intrigen und einer unvergleichlich romantischen Liebesgeschichte überzeugt. Perfekt, um jedes Leserinnenherz höher schlagen zu lassen.


Vielen lieben Dank an Egmont INK für die Unterstützung!

Montag, 29. Dezember 2014

delirium ~ Lauren Oliver

Autor: Lauren Oliver
Verlag: Carlsen
Seiten: 409
Ausgabe: Dezember 2013
ISBN: 978 3 551 31301 0
kaufen: thalia.de ~ buecher.de


Wir befinden uns in Portland, viele Jahre in der Zukunft. Wissenschaftler haben die Liebe als schlimme Krankheit diagnostiziert. Als Schwäche, Unglück und Schande. Deshalb müssen sich alle Menschen ab 18 Jahren einem Eingriff unterziehen, der sie immun macht und heilt, so dass sie sich nie wieder verlieben, einem Partner zugewiesen werden und ein geregeltes Leben führen können. Alle Einwohner, die Symptome der „amor deliria nervosa“ zeigen, zu viel lachen oder mit Jungen in zu dichtem Kontakt stehen, werden verhaftet.
Lena ist 17 und wurde zur Angst vor der „Deliria“ erzogen, sie kann die paar Wochen bis zu ihrem Eingriff kaum noch erwarten. Doch dann tritt Alex in ihr Leben und die beiden verlieben sich in einer Welt, in der genau das verboten ist. Mit ihren Gefühlen für Alex wächst auch der Zweifel an der erzwungenen Heilung, das emotionslose Leben ihrer Familie scheint ihr nicht mehr sicher, sondern beängstigend. Warum sollte das, was sie bei Alex fühlt, schlecht sein? Es beginnt ein Kampf um Freiheit und Liebe.

Erster Satz: "Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt."

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Es hat lange gebraucht, bis ich mich an das Buch herangewagt habe. Ich hatte schon seit seinem Erscheinen davon gehört, konnte mich aber einfach nicht heranwagen, vielleicht auch, weil das Cover mich nicht besonders angesprochen hat. Da das bei „Legend“ jedoch genauso war und es sich letztendlich als wahrer Goldschatz entpuppt hat, musste ich mir auch zu „delirium“ mal eine Meinung bilden – und ich war wirklich überrascht.
Am Anfang des Buches befindet sich Lena genau 95 Tage vor ihrem Eingriff. Dann wird sie geheilt sein, immun gegen die Krankheit „Liebe“. Damit ihr ein Partner zugewiesen werden kann, steht ihr aber zunächst die Evaluierung bevor, eine Art Test, bei der sie Fragen zu sich selbst beantworten muss. Genau während ihrer Evaluierung gibt es einen Zwischenfall in den Labors, in denen Lena sich befindet. Es sollen Invaliden dahinter stecken, eine kleine Randgruppe, die Widerstand gegen das erzwungene Heilmittel leisten.

Als sie Alex kennenlernt weiß sie nicht, dass auch er zu den Invaliden gehört. Obwohl Lena immer davor gewarnt wurde, kann sie es nicht aufhalten und verliebt sich schließlich in ihn. In einer Welt, in der die Liebe streng verboten ist, eine sehr gefährliche Angelegenheit. Außerdem rückt auch der Termin ihres Eingriffes immer näher. Kann die Liebe wirklich so schlecht und gefährlich sein, wie alle sagen?
Man braucht, wie bei jeder Geschichte, natürlich ein paar Seiten, um sich in der Situation zurechtzufinden, aber dann war ich wirklich positiv überrascht. Das Buch hat eine spannende Hintergrundidee, die sehr detailreich eingebaut ist. Man kann durchaus teilweise verstehen, weshalb die Leute die Liebe als Krankheit sehen, als Leser ertappt man sich am Anfang selbst ab und zu davon, wie man sich Lenas Sicht der Dinge anpasst.

Doch dann tritt mit Alex natürlich die typische wundervolle männliche Hauptfigur auf. Und obwohl Lena sich zu Beginn wehrt, entwickelt sich eine wirklich romantische Liebesgeschichte, die natürlich auch nicht auf Dauer unbemerkt bleiben kann. Ich musste auf der letzten Seite sogar ein paar Tränen vergießen (LAUREN OLIVER, WIE KONNTEST DU NUR?!).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass „delirium“ ein wirklich gutes Buch ist, was ich nicht gedacht hätte. Spannend, traurig, romantisch, faszinierend, teilweise schockierend – es hat alles, was es braucht, um jedes Leserherz höher schlagen zu lassen.

Sonntag, 28. Dezember 2014

Marmorkuss ~ Jennifer Benkau

Autor: Jennifer Benkau
Verlag: script5
Seiten: 430
Ausgabe: 1. Auflage 2014
ISBN: 978 3 8390 0166 0
kaufen: thalia.de ~ buecher.de


Jarno hat nur einen Wunsch: Erfolgreicher Fotograph zu werden. Die Kamera und das Talent dafür hat er schon, jedoch läuft alles nicht so ganz  seinem Plan. Er bekommt sein Leben nicht so ganz auf die Reihe, verdnachient sein einziges Geld damit, Pizzas auszuliefern. Als er sich unbewusst auf schiefe Machenschaften einlässt, verliert er letztendlich genau das, was seine einzige Hoffnung auf eine bessere Zukunft war: Seine geliebte Kamera.
Am Tiefpunkt seines Lebens angelangt, stößt er durch Zufall in einer verlassenen Villa auf eine wunderschöne Marmorstatue, die sein Leben verändern wird. Fasziniert verbringt er viele Stunden bei dem geheimnisvollen Mädchen, das so lebendig wirkt unter dem Stein, betrinkt sich und küsst sie schließlich.
Von da an ist die Statue weg - und ein verwirrtes Mädchen namens Klara erscheint. Sie stammt aus einer anderen Zeit und ist auf der Flucht vor der Person, die sie in Stein verwandelt hat.
Obwohl sie so unterschiedlich sind, verlieben sich Jarno und Klara ineinander und zeigen, dass Liebe stärker ist als jeder böse Zauber.

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Erster Satz: "Pisseflecken an grauer Betonwand."

Wir alle kennen Dornröschen, das Märchen von einem Mädchen, das 100 Jahre schläft und schließlich von einem Prinzen wachgeküsst wird.
In "Marmorkuss" wird diese Geschichte wundervoll neu erzählt.

Jarno ist ein interessanter und untypischer Protagonist. Er ist ein eigentlich total liebenswerter Kerl, der einfach nur Pech im Leben hat und versucht, das Richtige zu tun. Mit seiner Kamera verliert er auch seinen Halt im Leben, den er schließlich erst durch Klara wiederfindet.

Klara kommt aus einem früheren Jahrhundert und muss sich mit Hilfe von Jarno im Jahr 2014 zurechtfinden. Sie leidet außerdem unter Angst vor der Zauberin, die sie vor langer Zeit versteinert hat. Durch Klara verändert sich Jarno, die beiden wachsen zusammen und entwickeln eine tiefe Verbundenheit, die romantischer nicht sein könnte.
Als sich herausstellt, dass eben genannte Zauberin, Elise, noch existiert und auf der Jagd nach Klara ist, wird diese Liebe jedoch hart auf die Probe gestellt.

Jennifer Benkau zählt seit "Himmelsfern" zu einer meiner Lieblingsautorinnen, da sie einen ganz eigenen Schreibstil hat, der den Leser verzaubert und nicht mehr loslässt. So auch in "Marmorkuss". Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber ich hatte beim Lesen das Gefühl, als würden sich die Worte wie eine Decke über mich legen und den Rest der Welt aussperren.

Die Kapitel sind teilweise aus der Sicht von Jarno und aus der Sicht von Klara geschrieben, was am Anfang etwas verwirrend ist, da der Leser somit auch zwischen den verschiedenen Zeiten hin- und herspringt. Nach kurzer Zeit gefiel mir das aber total, da die Überleitungen darin bestehen, dass ein Satz nach der Hälfte aufhört und aus der Sicht des anderen weitergeführt wird - oft in völlig anderem Zusammenhang. Es stellt eine Abwechslung zu anderen Büchern dar, die sich stur an ein Raster halten.

Ich liebe dieses Buch. Jennifer Benkau hat genau die richtige Mischung zwischen Realität & Märchen, Romantik & Kitsch und Spannung & Entspannung gefunden, sodass man nicht mehr von dem Buch loskommt. Man wird mit jedem Wort unbewusst immer mehr hineingesogen, bis man schließlich nach gefühlt wenigen Minuten verzaubert die letzte Seite umblättert. Perfektes Buch für kalte Wintertage und Schneeflocken vor dem Fenster!

Vielen lieben Dank an script5 für die Unterstützung!

Lieblingszitat: "Sein Blick war ernst, drang tief in sie und erreichte dort irgendetwas, das dazu führte, dass ihr trotz der Kälte warm in der Brust wurde. 'Ich habe das Gefühl, dass es keine Magie gab, solange du geschlafen hast. Sie ist mit dir wieder aufgewacht.' Und Klara musste lächeln, statt sich von seinen Worten bedroht zu fühlen." (S. 265)

Freitag, 29. August 2014

Gegen das Sommerlicht ~ Melissa Marr

Autor: Melissa Marr
Verlag: Carlsen
Seiten: 347
Jahr: 2011
ISBN: 978-3-551-31103-0
kaufen: thalia.de ~ buecher.de

Ashlyn lebt mit ihrer Großmutter in einer Stadt. Alles recht normal, bis auf die Tatsache, dass die beiden die Gabe haben, Elfen zu sehen. Elfen die sich unsichtbar auf den Straßen der Menschen herumtreiben und nicht besonders freundlich zueinander sind. Schon seit ihrer Geburt wurde Ashlyn darauf gedrillt, auf keinen Fall ihre Aufmerksamkeit zu erregen oder sie wissen zu lassen, dass sie sie sehen kann. Doch dann gerät sie in das Interesse des Sommerkönigs der Elfen, Keenan. Er nähert sich ihr in sehr attraktiver Menschengestalt an und versucht mit allen Mitteln, ihr Vertrauen zu gewinnen. Er hat sie auserwählt. Auserwählt für eine Prüfung, die ihr ganzes Leben verändern würde und auch jetzt schon beeinflusst. Doch kann Ashlyn Keenan wirklich vertrauen, obwohl er ein Elfenkönig ist? Am Liebsten würde sie ihre Zukunft nur mit ihrem Freund Seth verbringen, ohne Elfenchaos, Gefahren und Verantwortung. Aber hat sie noch eine Wahl?

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Obwohl es sich vielleicht etwas verwirrend anhört, ist "Gegen das Sommerlicht" ein wirklich gutes Buch. Die Erzählperspektive wechselt immer wieder zwischen den Hauptcharakteren und man bekommt einen guten Einblick in die Hintergründe der Personen. Keenan, der junge Sommerkönig, der eine sehr große Last zu tragen hat und Ashlyn, die einfach nur ihr altes Leben behalten will, aber merkt, dass sie sich verändert. Sie zweifelt an Keenan, an ihren Prinzipien und an sich selbst, denn womöglich ist die Zukunft, die der Elf für sie vorgesehen hat, gar nicht so abwegig.
Die gesamte Geschichte fand ich interessant und habe ich bisher auch noch nicht in dieser Art gelesen. Einen kleinen Kritikpunkt gibt's allerdings für ein paar wenige Passagen, in denen die Spannung etwas auf der Strecke bleibt.
Sommerlicht überzeugt auf jeden Fall durch eine Story, die sich sehr gut lesen lässt und liebenswerte Hauptcharaktere. Besonders Seth, ein sehr guter Freund von Ashlyn, ist der absolute Held dieses Buches! Die 347 Seiten vergehen wie im Flug!
Dürfte ruhig länger sein... :)

Splitterherz ~ Bettina Belitz

Autor: Bettina Belitz
Verlag: script5
Seiten: 632
Jahr: 2012
ISBN: 978-3-839-00142-4
kaufen: thalia.de ~ buecher.de

Elisabeth Sturm, genannt Ellie, ist alles andere als begeistert, dass sie ihre Heimat Köln verlassen und mit ihren Eltern in eine kleine Stadt ziehen muss. Mies gelaunt, weit entfernt von ihren Freundinnen und abgeschlagen von sämtlichen Kinos gelingt es ihr nicht wirklich, sich einzuleben. Doch dann trifft sie auf den mysteriösen Colin, der sie nicht zu mögen scheint, ihr aber dennoch immer wieder über den Weg läuft. Obwohl alle ihre Mitschüler ihn meiden und über ihn lästern, fasziniert er Ellie und geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Als sie dann beginnt seltsame Alpträume zu bekommen, Stimmen zu hören und ihre Eltern sich total seltsam benehmen, als sie Colin das erste Mal sehen, weiß sie, dass etwas nicht stimmt. Doch obwohl sie nach und nach hinter das Geheimnis von Colin kommt, entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefgehende Liebesgeschichte. Doch diese Liebe ist auch verbunden mit zahlreichen Gefahren und stellt alles auf die Probe, woran sie geglaubt hat.

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Erster Satz: "Etwas hat sich verändert."

Nun ja, es hat sich tatsächlich etwas verändert. Etwas an mir. Denn sobald ich das Cover gesehen habe, wurde ich von Splitterherz angezogen wie eine Motte vom Licht. Ich weiß nicht, woran es lag. Vielleicht daran, dass ich die Umschlaggestaltung so wahnsinnig schön und anders fand... Jedenfalls musste ich dieses Buch haben.

Leider liest es sich zu Beginn aber etwas langwierig und ich konnte mich mit Ellie und ihrem Selbstmitleid nicht wirklich gut anfreunden. Sicher, es ist nicht immer wirklich toll, sein Zuhause zu verlassen, aber jeden, der nett zu ihr ist eigentlich sofort wegzustoßen oder passiv zu ertragen erschien mir dann doch etwas übertrieben.
Dann kommt Colin ins Spiel und nimmt die Rolle des unnahbaren Kerls ein, der Ellie zwar einmal rettet, aber sie ansonsten dauerhaft ignoriert, wenn nicht sogar beleidigt. Er lebt in einem Haus mitten im Wald und ist bei den anderen Dorfbewohner ziemlich unbeliebt.
Ellie kann ihn nicht mehr vergessen, nimmt immer wieder Kontakt zu ihm auf und schließlich lernt man auch eine andere Seite an Colin kennen: Humor, Sorge, Liebenswürdigkeit und das ziemlich schwere Schicksal, das er trägt.
Kurzum: Das Buch legt eine ziemliche Wendung hin und legt vorallem in der Spannung extrem zu. Ellie verliert zum Glück auch letztendlich etwas an ihrer nervigen Art und ich konnte sie letztendlich ganz gut leiden.

Aber ich will hier jetzt nicht alles schlecht reden:
Bettina Belitz hat mich im Fortverlauf ihres Buches einige Male zum Lachen gebracht und mich auch mit den zwei Hauptcharakteren mitleiden lassen.
Es hat somit meine Erwartungen getroffen, wenn ich mir vielleicht auch noch ein klein wenig mehr erhofft hätte.

Splitterherz entwickelt sich nach einem etwas schwierigen Start zu einer wirklich tollen Geschichte mit völlig neuer Handlungsthematik. Absolut lesenswert für alle, die sich nach einer neuen Idee im Romantasy-Bereich sehnen und mal wieder in eine Geschichte abtauchen wollen.
Ich bin gespannt, wie es mit Ellie und Colin weitergeht!

Donnerstag, 17. Juli 2014

Obsidian: Schattendunkel - Jennifer L. Armentrout

Autor: Jennifer L. Armentrout
Verlag: Carlsen
Seiten: 399
Jahr: 2014
ISBN: 978-3-551-58331-4
kaufen: amazon.de ~ buecher.de

Von Florida in eine Kleinstadt namens Ketterman zu ziehen – nicht gerade Katys Vorstellung von einer tollen Idee. Doch dann lernt die siebzehnjährige Buchbloggerin ihre Nachbarin Dee und deren Zwillingsbruder Daemon kennen. Sofort freundet sie sich mit Dee an und die beiden verstehen sich echt super, doch ihr geheimnisvoller und wahnsinnig gutaussehender Bruder scheint Katy nicht leiden zu können.  Er setzt zunächst alles daran, zu verhindern, dass Dee und sie sich treffen. Als Daemon von seiner Schwester gezwungen wird, mehr Zeit mit Katy zu verbringen, kommen sie sich zwar langsam näher, aber trotzdem wird sie nicht schlau aus ihm – manchmal ist er total nett und im nächsten Moment wieder total abweisend. Umso öfter Katy mit den Geschwistern zu tun hat, desto mehr seltsame Dinge bemerkt sie. Es wirkt, als würde ihre Gestalt ab und an flimmern und als könnten sie sich überdimensional schnell bewegen. Abgesehen davon entwickelt sie starke Gefühle für Daemon, aber der kann sie doch nicht ausstehen, oder etwa schon? Letztendlich findet sie etwas über die beiden heraus, was ihr eigenes Leben komplett verändern wird.

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Erster Satz: „Ich blickte auf den Stapel Kartons in meinem neuen Zimmer und wünschte mir, das Internet würde schon funktionieren.“

„Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert.“, so lautet der erste Satz vom Klappentext. Als ich den gelesen habe, schoss mir sofort ein Buch in den Kopf, das ziemlich ähnlich klingt. Wisst ihr, welches ich meine? Jap… Twilight. Und tatsächlich findet man ziemlich viele Parallelen in den zwei Büchern. Ein Mädchen zieht in eine verregnete Kleinstadt; trifft einen gutaussehenden mysteriösen Typ, der erst unnahbar scheint, dann aber doch eine sensible Seite hat und freundet sich mit dessen quirliger Schwester an. Selbst Mike, in diesem Fall Simon, hat gewissermaßen seinen Auftritt.  Seltsamerweise kann ich nicht sagen, dass mich das stört. Klar, das Buch liest sich bis zur 2. Hälfte tatsächlich wie Twilight, aber letztendlich sind doch alle Romantasy-Bücher irgendwie gleich und etwas anderes erwarte ich ja auch nicht. :)

So sieht ein Obsidian aus :)
Obsidian liest sich total toll, ich hab es innerhalb von 2 Tagen fertig bekommen. Mit Katy konnte ich mich echt gut identifizieren, allein schon, weil sie meine Liebe zu Büchern teilt. Daemon ist der typische Junge aus Büchern: mysteriös, hübsch, zum Dahinschmelzen (zumindest teilweise). J. L. Armentrout setzt in diesem Buch außerdem eine Idee um, die ich noch nie gelesen habe und sie macht das echt gut. Ich will nicht spoilern, deswegen nur so viel: Ich hab es nicht erraten und bin absolut zum Fan dieser Reihe geworden!

Das Buch entwickelt sich zu einer wundervollen Liebesgeschichte, ohne dabei kitschig zu werden und bleibt dauerhaft spannend. Ich denke, wir können uns sehr auf die weiteren Bände freuen!



Montag, 17. Februar 2014

Himmelsfern - Jennifer Benkau



Die 17-jährige Noa überlebt durch die Hilfe eines unbekannten jungen Mannes einen U-Bahn-Unfall. Als sie sich wenige Tage später auf die Suche nach ihrem Retter macht, wird sie entführt und lernt den geheimnisvollen Marlon kennen. Diese Begegnung setzt Geschehnisse in Gang, die Noa niemals hätte ahnen können. 

Nach mehreren Verfolgungsjagden, in die sie verwickelt wird, erkennt sie, dass sie in einen Krieg zwischen zwei Fronten geraten ist. Doch welche Rolle spielt Marlon bei dem Ganzen und wieso spricht er die ganze Zeit davon, sie verlassen zu müssen? Sollte sie besser doch auf den unbekannten Mann aus der U-Bahn vertrauen, der sie vor Marlon gewarnt hat und sein Feind zu sein scheint?

Trotz aller Zweifel verlieben sich Noa und Marlon ineinander. Doch hat ihre Liebe denn einen Sinn, wenn er in zwei Wochen verschwindet und womöglich nie mehr als Mensch zurückkehrt?

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„Himmelsfern“  erzählt eine Liebesgeschichte, die nicht wunderbarer sein könnte. Noa und Marlon bleiben nur zwei Wochen miteinander, bis er dem Menschsein womöglich endgültig den Rücken kehrt. Soll sie sich dennoch auf ihn einlassen?

Man erlebt die Geschehnisse aus der Sicht von Noa und kann sich sofort in sie einfühlen. Ich habe mit ihr gelitten, gelacht und auch die ein oder andere Träne vergossen. Insgesamt konnte ich mich mit eigentlich allen Charakteren im Buch ziemlich gut anfreunden.

Eine Geschichte, die wahnsinnig fesselnd geschrieben ist und nicht an Spannung verliert. Erst bei der richtigen „Auflösung“, auf die Stück für Stück hingearbeitet wird, macht alles einen Sinn. Man versteht das Cover, jede einzelne vorhergehende Handlung und selbst den Titel. Das war das erste Buch, das ich gelesen habe, bei dem wirklich jeder Teil gestimmt hat.
Am Ende saß ich, vollkommen überwältigt, mit Tränen in den Augen da.

Fazit:
Jennifer Benkau erzählt eine wunderschöne, bittersüße Liebesgeschichte, die durch eine undurchschaubare Handlung und fantastische Idee überzeugt. Perfekt geeignet für alle, die sich weit weg träumen möchten.  


Vielen lieben Dank an script5!